BILDs Wahrheit über den Schul-Alltag mit Ausländer-Kindern
23.05.2009 at 20:05:41 | In BILD, Politik | Leave a CommentTags: bild ausländer schule kriminalität
Es geht mal wieder um Ausländer, eines der Lieblingsthemen der BILD…
Hierbei scheint man dem gewöhnlich eher niveaulosen Leser etwas „Literatur“ schmackhaft zu machen.
Unter dem Titel Die Wahrheit über den Schul-Alltag mit Ausländer-Kindern schreibt BILD.de über ein Buch, das jetzt veröffentlicht wurde.
Dabei geht es um das Buch „Döner, Machos und Migranten: Mein zartbitteres Lehrerleben“ von Betül Durmaz.
Sie ist Deutsche mit Migrationshintergrund, Muslimin, alleinerziehende Mutter. Betül Durmaz, 40 Jahre alt, unterrichtet an einer Schule, in der die meisten Schüler als »sozial problematisch« gelten, als einzige Lehrerin mit einer Zuwanderungsgeschichte. Durmaz hat ihr Leben, ihren Alltag aufgeschrieben. Ein mitreißendes, authentisches Stück gelebter Integration. Beispielhaft. »Durmaz« heißt übersetzt: »Die, die nicht stehen bleibt.«
Soweit so gut. BILD.de zeigt natürlich auch sofort Ausschnitte aus dem Werk, die man im Beitrag nachlesen kann.
Wer mal alles durchliest, erkennt, dass man sich hier irgendwie bemüht, nur schockierende Geschichten über Ausländer zu veröffentlichen. Um den Leser die Arbeit bei der Meinungsbildung zu übernehmen, werden einige Stellen extra dick gemacht.
Es zeigt auch seine Wirkung!
Einige Armleuchter, wie z.B. der Nutzer „metti2000″ publizieren auch gleich ihre Meinung unter dem Beitrag in der Kommentarfunktion
Sorry…also wie schon gesagt komme ich auch aus NRW, da hier der Großteil der ausländischen Bevölkerung lebt, weiß ich, dass nicht die deutsche Bevölkerung der Hindernis ist damit Imigranten sich einleben und anpassen, vielmehr ist es meistens so, dass sie es gar nicht müssen. Sie leben ihr eigenes Leben inmitten von Gleichgesinnten und haben es meist auch nicht nötig die deutsche Sprache zu lernen weil sich Ghettos bilden, Mit türkisch/arabischen Märkten, Banken, Friseuren u.s.w. Mit der Sprache fängt das ganze schon an. Desweiteren werden die jungen Imigraten ganz anders erzogen. Sie dürfen von zu haus ganz andere Dinge. Und wie auch schon hier erwähnt, ist die Zahl der jugendlichen Kriminellen auch nicht zu verachten, klar ging es auch deutsche, die Mist bauen, doch der Großteil kommt aus dem Ausland. Es fängt in der Schule schon an und zieht sich durch die Tenny- Zeit.
„metti2000″ scheint es wohl auch nicht nötig zu haben, die deutsche Sprache zu lernen oder sich mal ein bisschen zu erkundingen. Alles was falsch geschrieben wurde habe ich mal fett markiert (BILD als Vorbild
).
Die unterstrichenen Dinge fand ich besonders lustig bzw. interessant.
Dass es Ghettos in Deutschland gibt, wusste Ich bis dahin gar nicht. Ja die Zahl der jugendlichen Kriminellen ist wirklich nicht zu vernachlässigen (oder verachten??), aber ein Deutscher, der 14 Jahre alt ist, ist auch ein Jugendlicher
.
Und, dass es mehr Deutsche sind, die Mist bauen, sollte mett(wurst)i2000 auch wissen…
Schauen wir einfach in den aktuellsten Kriminalitätsbericht (2007) des BKA:
Die Anzahl der Tatverdächtigen ist im Jahr 2007 um 0,5 Prozent auf 2.294.883 gestiegen.
Während die Zahl der erfassten deutschen Tatverdächtigen um 1,4 Prozent auf 1.804.605
anstieg, konnte bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen, analog zu den Vorjahren, erneut
ein Rückgang um 2,5 Prozent auf 490.278 festgestellt werden. Der Tatverdächtigenanteil
von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sank im Vergleich zum Vorjahr von
22,0 Prozent auf 21,4 Prozent.
Prozentual gesehen sind die nichtdeutschen Täter höher beteiligt.
metti2000 geht hier jedoch von absoluten Zahlen aus. Und da gibt es eindeutig mehr deutsche Täter als nichtdeutsche!
BILD hat es mal wieder geschafft: Die Wahrheit bleibt irgendwie doch die Wahrheit, aber jetzt ist es BILDs Wahrheit.
Naja, wie öfters von mir zu hören:
BILD dir deine Meinung!
Mfg,
DasFragezeichen
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